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Back in the days - Gemüse-Curry Kenyan-Style

Hallo Zusammen

Vor kurzen habe ich mir mal wieder ein paar Bilder von unserer Zeit in Kenia/Afrika angeschaut, kaum zu glauben das ich nun schon seit 2 Monaten wieder in der Schweiz bin...Nun ja, beim durch klicken ist mir aufgefallen das ich mein letztes Gericht bisher gar nicht gepostet habe. Nämlich ein Curry nach kenianischer Art.
Ich liebe Gemüse-Curry und ich liebe das sie in Kenia sehr in die indische Richtung gehen und damit sehr würzig sind. Am liebsten habe ich mein Gemüse-Curry direkt nach einem Aufenthalt in Nairobi gekocht, da es dort einfach viel mehr Auswahl an Lebensmittel gab und ich so ein buntes Curry kochen konnte. In dem Ort in dem ich gewohnt habe, war die Auswahl sehr klein und hat nicht für ein richtiges Gemüse-Curry gereicht (oder zumindestens nicht so das es eine bunte Pfanne gibt, die nicht allzu langweilig ist;))


Hier ist also etwas nachträglich, mein Rezept für ein sehr geliebtes Curry ala Kenyan-Style:


Ihr braucht:
  • 2 Zwiebeln
  • Öl
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL Senf Samen
  • 3 Kartoffeln
  • 1 TL frischer Ingwer, zerkleinert
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 EL Koriander, gemahlen
  • 1 Chilischote
  • 1/2 TL Kurkuma
  • Salz
  • 2 Zimtstangen oder etwas Zimtpulver
  • 6 Knoblauchzehen, sehr fein geschnitten
  • 4 Tomaten
  • Grüne Bohnen (ca. 1 Handvoll), klein geschnitten
  • 3 Karotten
  • 1 Zucchini
  • 1 Tasse grüne Erbsen
Zubereitung:
  1. Alles Gemüse klein schneiden, alle Stücke sollten mundgerecht und ungefähr gleich gross sein.
  2. Nun die Zwiebeln mit Öl in einem Topf andünsten und nach kurzer Zeit den Kümmel und die Senf Samen hinzufügen.
  3. Die Kartoffelstücke dazugeben, gut durch rühren und ebenfalls kurz mitbraten.
  4. Nun die restlichen Gewürze dazugeben und gut rühren, so dass nichts anbrennt. Wenn die Gewürze anfangen zu duften...
  5. ...Alle anderen Zutaten ebenfalls hinzufügen und mit Wasser ablöschen. Das Gemüse sollte mit dem Wasser vollkommen bedeckt sein, aber nicht schwimmen.
  6. Das ganze mit geschlossenem Deckel für ca. 45 Minuten leicht köcheln lassen. Nach 20 Minuten überprüfen ob es noch mehr Wasser braucht, evtl. etwas Tomatenmark für mehr Bindung oder ähnliches. 
  7. Vor dem servieren noch ein mal abschmecken und die Zimtstangen entfernen. 
  8. Voila- Fertig.
Serviert wird in Kenia das Curry normalerweise mit Reis, Ugali oder Chapati. Ich habe es mit einfachen Reis gemacht, Zuhause esse ich es nun aber mit Vollkornreis;)



Tipp: Wer die Sosse cremiger mag, kann einfach einen Teil des gekochten Gemüses purieren!

Ich liebe die Gewürze in dem Gericht, besonders mit Senf Samen und Koriandersamen(oder gemahlen) habe ich davor überhaupt nicht gekocht und erst in Kenia kennen und schätzen gelernt.

Love,
Krisi

Vegetarisches Essen in Kenia

Hallo Zusammen

Wie ihr ja wisst habe ich 6 Monate in Kenia gelebt. Ich habe einiges gesehen und viel Erfahren. Heute würde ich gerne mehr über das vegetarische Essen in Kenia schreiben, besonders im Inland. Die Küste ist sehr Swaheli und Indisch geprägt, somit wieder ganz anders als der Rest des Landes.

Als Vegetarier ist es in Kenia schwerer, als z.B. in Südafrika, aber durchaus meistens machbar. Ich habe bisher in nur in 2 Dörfern erlebt, dass es für mich wirklich nichts anderes als trockenen Reis oder Pommes gab!

Worauf man sich gefasst machen muss, ist das Erstaunen und teils auch empören der Leute, Bedienungen und teilweise auch Köche;) In kleineren Städten und Dörfern ist das Wort Vegetarier unbekannt und kann zu langen, teilweise lustigen, Gesprächen führen. Da es meist aber mindestens immer eine vegetarische Alternative gibt, in der Regel gebratener Kohl, findet man doch gemeinsam mit Koch und Bedienung eine Lösung. Davor wird aber mindestens 5 Mal gefragt, ob man wirklich auch kein „Chicken“ isst, denn das sei ja anderes Fleisch;)

Was ich leider oft erlebt habe, mich persönlich aber nie allzu gestört hat, ist das trotzdem Fleisch mit serviert wird. Dies ist den Kenianern nicht böse zu nehmen, da sie es gut meinen. Sie können einfach 
nicht glauben, dass Vegetarier wirklich kein Fleisch essen. Es heist dann immer „try it, try it, it`s good“. Wer nun ganz radikal ist, wird danach sein Essen doch nicht essen können, ich persönlich fand es nicht allzu schlimm das Stückchen Fleisch (was meist auch sehr klein ausfällt) einfach zur Seite zu schieben und mein Essen trotzdem zu geniessen.

Im Folgenden möchte ich euch ein paar klassische Gerichte vorstellen, eins davon mit dem schon beinahe obligatorischen mini Fleischstückchen zum Probieren;)

Chapati
Chapati ist die kenianische Version des indischen Naans. Chapati wird aus Mehl, Wasser und Öl gemacht und mit viel Öl angebraten oder danach bepinselt. Chapati gibt es in jedem Restaurant und ist sehr beliebt und wirklich sehr lecker, ich habe es es auch sehr oft bestellt.

….mit gebratenem Weisskohl
Das wohl am Verbreitesten und so ziemlicher immer verfügbare Essen ist gebratener Weisskohl. Häufig wird dieser mit Tomaten und Zwiebel angebraten und mit Koriander gewürzt. Kohl ist ein Grundnahrungsmittel und besonders in ländlicherer Gegend wird es fast täglich gegessen.


Ndengu
Ndengu ist ein Linseneintopf aus grünen Linsen. Diese werden mit Tomaten, Zwiebeln und reichlich Öl solange gekocht, bis sie komplett zerfallen. Bisher habe ich aber nie ein einheitliches Ndengu gesehen bzw. gegessen, es sieht jedes Mal anders aus, kommt in einer anderen Konsistenz und ist etwas anders gewürzt.  




Ugali
Ugali ist ein der afrikanisches Grundnahrungsmittel schlechthin. Ugali gibt es in jedem Land, nur jeweils mit anderen Namen (Ich muss mich korrigieren, ich weiss nicht ob es Ugali auch im Süden wie z.B. Marokko oder Ägypten gibt). Es besteht aus Maismehl und Wasser, fertig. Das Maismehl gibt es wirklich überall zu kaufen und Zubereitung ist bedenklich einfach. Wasser aufkochen, Mehl dazugeben bis es andickt und dann immer weiter so viel Mehl dazugeben bis es eine feste Konsistenz hat. 



Meine Erfahrungen als Lehrperson in Kenia...


Hallo Zusammen

Wie einige vielleicht wissen arbeite ich nun seit über 5 Monaten in einer Schule in Kenia. Heute möchte ich euch mehr über meine Arbeit, meine Eindrücke und Erfahrungen erzählen, da diese doch sehr unterschiedlich sind zu unserer Schule in Deutschland oder der Schweiz.


Ich arbeite in einer Schule in einem winzigen Dorf mitten im Busch von Kenia. Die Schule hat ungefähr 400 SchülerInnen (Die genaue Anzahl weis tatsächlich keiner der Angestellten, auch nicht der Schuldirektor). Die hohe Anzahl der Schüler, trotz der der wenigen Dorfbewohner, erklärt sich aber dadurch das in Kenia die Eltern nicht wie in Europa nur 1-3 Kinder bekommen, sondern min. 6  bis hoch zu 13 Kindern pro Familie. Somit braucht es nicht sonderlich viele Einwohner um eine Schule zu füllen;)

Es gibt 8 Klassen und in jeder Klasse sind ca. 50 Schüler. Ich unterrichte eine 6. und 7. Klasse. Ab der 
8ten Klasse endet die staatliche Schule und die Kinder haben entweder die Wahl aufzuhören, oder weiter auf das College zu gehen.

Hier im Dorf ist die Realität so, dass die meisten Kinder nach der 8ten Klasse aufhören, da ihre Eltern sie zu Hause für die Arbeit brauchen. Die meisten Eltern hier sind Farmer und Viehhalter. Viele Kinder kommen auch gar nicht zur Schule, da die Eltern sie zum Arbeiten zu Hause behalten. Manche kommen ab und zu, je nach Arbeitsanfall. In Kenia ist erst seit kurz Schulpflicht und erst seit ein paar Jahren die Schulen kostenfrei, so dass wirklich alle Kinder zur Schule können…zu mindestens rein theoretisch. Überprüft wird das nicht, wie bei uns. Besonders in so einem kleinen Dorf wie ich wohne achtet sich keiner, ob die Kinder kommen oder nicht…

Die Kinder tragen hier Schuluniformen, die die Eltern selber zahlen müssen. Man sieht vielen Kindern an, dass die Eltern nicht das Geld haben, da ihre Kleidung völlig zerfetzt ist oder schon lange nicht mehr passt.

Die Schule beginnt um 08.20Uhr offiziell, es wird sich aber schon um 06.30 Uhr getroffen, zum Gemeinsamen einstimmten in den Tag, aufräumen und bereit machen. 

In meiner Schule arbeiten 13 LehrerInnen. Wobei das Wort „arbeiten“ hier sehr grosszügig gegriffen ist. Jeder LehrerIn hat mindestens 1 Fach das er/sie unterrichte,  maximal 3. Ich selber unterrichte 2 Fächer. Der Schulalltag ist sehr ruhig für uns, dass war anfangs extrem ungewohnt und auch langweilig. Ich unterrichte nicht mehr als ein Fach am Tag, also eine Schulstunde, und eine Schulstunde geht gerade mal 35 Minuten. Und so handhaben es die anderen LehrerInnen auch. Wir konnten es am Anfang nicht glauben, die Hauptzeit wird einfach nur im Lehrerzimmer rumgesessen, Tee getrunken und geredet. Ich schlage mir die Zeit rum mit Hausaufgaben korrigieren und neue Schulstunden vorzubereiten. Es ist wirklich nicht vergleichbar mit der Arbeitsethik bei uns.


Das Lehrerzimmer und alle Klassenzimmer sind sehr simple, da dass Geld fehlt um Erneuerungen zu machen und Materialien zu beschaffen. Die Schüler haben kleine Holzbänke, auf denen sie meist zu dritt sitzen und es gibt eine Tafel im Klassenzimmer. Es gibt kein Strom, keine Lehrmittel ausser Kreide, und somit auch keine grosse Möglichkeiten unterschiedlich zu unterrichten, wie ich es sonst gewohnt bin. Es wird alles von Hand geschrieben, da es natürlich keine Computer/Drucker gibt. Es gibt keine Schränke für Arbeitsmaterialien bzw. Hefte und Bücher und so liegen diese kreuz und quer über den Tischen verteilt, oder in Kartons auf den Boden. Genau das gleiche Problem besteht auch im Lehrerzimmer.

 
Der Unterrichtsstil bereitet mir die grössten Probleme und nimmt mir oft die Freude zur Schule zu gehen. Die LehrerInnen unterrichten mit strenger Hand, es wird viel geschrienen, diktiert und vorgeschrieben. Die Kinder werden nicht zum selbständigen Denken angeregt, was mir grosse Mühe bei meiner Unterrichtsgestaltung macht, da ich genau darauf abziele. Die Kinder sind regelrecht mit meinen Fragen überfordert, da sie neu bzw.  umdenken müssen und nicht die Antworten ablesen oder vorgesagt bekommen (!).
Am schlimmsten ist für mich, dass die Kinder geschlagen werden. Mit einem Stock, fest. Es knallt richtig. Die Kinder werden nach europäischen Standard respektlos behandelt, nicht mit Name angesprochen (nur mit „Wewe“ – dass bedeutet „Du“), nicht „Danke“ Bitte“, „Könntest du“, sie müssen vor manchen LehrerInnen niederknien wenn sie mit ihnen reden und sie müssen sich oft auf den Boden legen, um den Po versohlt zu bekommen.

Wir haben die Lehrer darauf angesprochen, aber da kommt nichts zurück.  Es sei wohl mittlerweile hier auch verboten die Kinder zu schlagen, aber daran wird sich nicht gehalten. Haben die Kinder eine Aufgabe falsch gelöst, werden sie geschlafen. Eine falsche Antwort und sie werden geschlagen. Ich habe eine Zeitlang überlegt nicht mehr zur Schule zu gehen, da ich es einfach nicht mit mir vereinbaren kann, wie mit den Kindern umgegangen wird. Jedes Mal, wenn ich den Stock in der Luft zischen hören, zieht es mein Herz zusammen und mein Magen dreht sich. Dann aber dachte ich mir, dass ich den Kindern viel geben kann…mein Unterrichtsstil ist komplett anders, liebevoll, kreativ, lernanregend, so wie ich es in meinem Studium gelernt habe. (Nein, ich möchte mich nicht im Himmel loben und ich bin nicht die Beste Lehrerin auf der Welt, ich möchte nur die Unterschiede aufzeigen und der Unterrichtsstil ist wirklich komplett anders als wir es kennen). Ich möchte den Kindern in der Zeit die ich hier bin so viel geben wie möglich, und ihnen zeigen dass man auch mit anderen Mitteln zusammenarbeiten kann. Das auch Lehrer und Schüler miteinander freundlich sein können und respektvoll miteinander umgehen können.
Deswegen bleibe ich, deswegen bin ich vielleicht auch genau hier gelandet…wer weiss.

Habt ihr etwas Ähnliches erlebt? Wie würdest ihr damit umgehen?

Love,

Krisi

PS: Ich möchte nicht generell schlecht über die Schulen in Kenia sprechen, einfach nur meinen Eindruck wiedergeben der leider nicht ganz so positiv ist. Dennoch bezweifle ich nicht, dass es an anderen Schulen vielleicht ganz anders sein mag!

Back in Kenia...

Hujambo

Ich hoffe ihr seid gut und freudig in das neue Jahr gerutscht und gestartet?!

Ich bin seid gestern wieder in Kenia. Meine Reise ist nun vorbei und ich bin schon etwas traurig darüber. Es war das erste Mal für mich, dass ich nur mit einem Rucksack durch mehrere Länder gereist bin und es war eine wunderbare Erfahrung. Ich habe viel gesehen und werde sicher den einen oder anderen Beitrag dazu tippen;) Nun muss ich aber erst mal die ganzen Fotos sortieren, das wird sicher eine Weile dauern..ich kennt das ja sicher=)

Mein letzter Stopp bevor es zurück ging war Kapstadt. Eine wunderbare Stadt die wirklich für jeden etwas zu bieten hat.

Ich freue mich wieder in Kenia zu sein, wenn ich auch etwas die Vielfalt der anderen Länder nach trauere. Dennoch ist meine Zeit hier in Kenia nun auch am ablaufen, noch etwas länger als ein Monat und dann fliege ich zurück in die Schweiz....

Ich werde nun wieder mehr Zeit für meinen Blog haben und freue mich schon wieder Blogpost zu schreiben, Rezepte zu kochen, Bilder von meiner Reise zu teilen und vieles mehr.

Vor erst verabschiede ich mich mit Bild von Kapstadt. Eine Stadt in der ich doch ein bisschen mein Herz verloren habe;)


Love,
Krisi

Food & Drink | Bridges Organic Health Restaurant

Hallo ihr Lieben


Auf meiner Reise durch Afrika habe ich in vielen leckeren Restaurants gegessen. Besonders in Süd Afrika finde ich immer mehr Läden und Restaurants die vermehrt "organic-products" beziehen und interessante vegetarische/vegane Gerichte anbieten.
In meiner ganzer Zeit in Afrika, ist mir aber ein Restaurant besonders ans Herzen gewachsen. Zu einen wegen ihrer Philosophie, zum Anderen wegem den phantasitschen Essen und der grossen Auswahl für Vegetarier und Veganer.
Es ist ein wahrer Juwel, besonders in Kenia, das Bridges Organic Health Restaurant. 


Es liegt direkt hinter dem City Market, ein bekannter grosser Markt mitten im Zentrum von Nairobi.
Das Restaurant ist sehr sauber und hat eine grosse offene Küche. Während man auf das Essen wartet, kann die Köche dabei beobachten wie sie alles zubereiten und dabei einfach entspannen.
Das Service ist super. Ein sehr freundliches Personal, habe ich bisher selten so in Kenia erlebt. Ich war auch überrascht, dass der Preis nicht viel teurer ist als in anderen lokalen Restaurants, obwohl alles "organic" ist. Das hat mich sehr gefreut und genau das ist das besondere an diesem Restaurant.

Es ist bisher das erste Restaurant und auch gleichzeitig Café, dass "Organic Meals" anbietet.


Sie haben eine grosse Auswahl an verschieden frisch gepressten Frucht - und Gemüsesäften. Besonders Gemüsesäfte sind eine Seltenheit in Kenia. Besonders toll ist aber das sie wirklich frisch gepresst werden. Den Vorsicht (!) "fresh Juice" bedeutet in Kenia nichts anderes als frisch aus dem Tetra Pack...!!
Natürlich gibt es auch der Speisekarte auch viele andere Gerichte, fast alle traditionell mit kleinen Änderungen. Man hatte eine grosse Auswahl an Frühstück, Mittag - und Abendessen Optionen. Toll sind die eben erwähnten kleinen Änderungen. So gibt es viele Gerichte die sonst aus Mehl sind wie z.B. Chapati, aus Kürbis. Toll für Allergier oder auch einfach so. Genial fand ich auch, dass die Gerichte vielseitig sind. So haben ich z.B. einen gemischten Salat bestellt und ein Gemüsecurry. Normalerweise kommt nun in einem lokalen Restaurant ein Salat mit Tomaten und Zwiebeln, und ein Gemüsecurry mit Erbsen und Spinat, also sehr wenig Gemüse. Im Organic Restaurant kam ein riesen buntgemischter Salat, mit Brokkoli, Tomaten, Salatblättern, Gurken, Karotten, Rote Beete, Avocado und Zucchini. Der Curry war durchmischt mit Spinat, Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, Tomaten und noch mehr. Es war unglaublich lecker....
Leider habe ich vergessen vom Abendessen Bilder zu machen. Aber wir waren noch mal später dort und haben gefrühstückt...

Karotten-, Rote Beete- und Gurkensaft
Zum Frühstück habe ich einen Vegetable Juice bestellt, aus Rote Beete, Karotte und Gurke. War sehr lecker... 
Zusätzlich haben wir beide noch ein Afrikanisches Porridge bestellt, welches die Einheimischen Uji nennen. Ich hatte es davor noch nie probiert, leider war es nicht mein Fall...aber mein Freund hat gerne meinen Rest gegessen;) Uji besteht aus Hirse und Amaranth. Es wird mit Wasser gekocht bis es andickt. Manche Uji`s werden vorher fermentiert, ich bin mir nicht sicher ob dieses fermentiert war...da ich davor auch noch Uji probiert hatte.
Ich habe mir deswegen einen Fruchtsalat bestellt, der wieder zu meiner Freude bunt beladen war mit vielen verschiedenen Früchten.

Afrikanisches Porridge/ Uji.

Mein Freund hatte sich noch einen Mango-Smoothie bestellt und Vollkorn Pancake. Die Pancakes sahen zwar eher wie Pfannkuchen aus, waren aber geschmacklich unglaublich lecker. Wir vermuten es war noch Zimt oder ein anderes Gewürz im Teig, den der Pancake hatte einen wahnsinnig leckeren Geschmack...


Wir haben diese kleine, aber wunderbare "Organic Restaurant" in Nairobi so sehr genossen und ich weiss, falls ich wieder nach Nairobi gehe, werde ich diesen Ort wieder besuchen. 
Ich hoffe auch, dass ich an einem Samstag da sein werde, denn findet am Morgen ein "Organic Market" statt, der einzige in Nairobi.

Wenn ihr also ein besonders Restaurant in Nairobi sucht, dass Kenianische Essen anbietet und obendrauf auch noch natürlich und Bio (und eine grosse Auswahl für Veganer und Allergier), dann besucht dieses Restaurant.

Love,
Krisi

Ein Morgen im David-Sheldrick National Trust in Kenia

Hallo ihr Lieben

Wenn ihr mal in Nairobi seid, würde ich auch sehr ans Herz legen den „Elephant Sheldrick“ (so nennen in die Kenianer) zu besuchen. 

Der Trust in eine non-profit Organisation die 1977 gegründet wurde. Benannt ist der Trust nach David Sheldrick. David ist der Gründer des Tsava National Park in Kenia und arbeite anschliessend als Parkleiter. Er und seine Frau Daphne lebten 30 Jahre in diesem Park und haben Pioniertechniken entwickelt, um verwaiste Baby Elefanten und Nashörner aufzuziehen und danach wieder auszuwildern.

Und genau dies betreibt der Sheldrick National Trust heute noch. Sie holen verwaiste Elefantenbabys und Nashornbabys aus dem Park, ziehen es gross und wildern es danach wieder aus.

Wenn ihr den Park besuchen solltest, stellt euch aber lieber darauf ein dass ihr “nur” Elefanten sehen werdet, es gibt sehr selten Babynasshörner und man braucht grossese Glück um eine Zeit zu erwischen in dem der Trust ein Babynashorn gross zieht. (Wir haben auch keins gesehen, aber ich muss sagen dass ich es nicht schlimm fand…Immerhin heisst das, dass alle Nashorn Babys noch bei ihren Müttern sind;)

Der Trust hat seine Türen nur von 11-12 Uhr am Morgen geöffnet. Wenn man den Park betritt wird man zu einem nassen, matschigen Platz geführt der mit dünnen Schnüren abgezäunt ist. Um kurz nach 11 Uhr kommen dann aus dem grünen viele kleine Elefanten angerannt…Ein so herziger Anblick, das werde ich nie vergessen.

Jeder Elefant kennt seinen Platz und sie sind ganz ungeduldig und aufgeregt.  Denn nun beginnt die Fütterung. Mehrere Wärter halten gigantische Elefanten-Nuckelflaschen parat, gefällt mit einer Spezialmilch, und die Elefanten beginnen eifrig zu trinken. Ein unglaublicher Anblick.


Während dessen erzählt ein Wärter über jedes Elefantenbaby die dazugehörige Geschichte. Man erfährt Namen, was passiert ist, wo das Baby gefunden wurde und so weiter.
Dieser Trust empfand ich als wirklich besonders und es berührt das Herz diese vielen verwaisten Elefantenbabys zu sehen. Wenn sie nah genug kommen, darf man sie auch sanft berühren. Man spürt dass die Elefanten diese Show gewöhnt sind. Normalerweise würde mich das stören. Ich mag es eigentlich nicht wenn Tiere vorgeführt werden, gehe deswegen auch nicht gerne in einen Zoo. Hier ist es aber für mich vertretbar, da die Elefantenbabys nur eine Stunde vorgeführt. Sie während dessen Essen und spielen können und sich danach sofort wieder zurück ziehen können. 


Das ganze Geld der Eintrittskosten wird nur für die Elefanten und deren Pflege etc. verwendet. Der Park existiert nun schon ein einige Jahre und erzielt wunderbare Erfolge mit der Aufzucht, sowie der anschliessenden Auswilderung der Tiere. Für mich persönlich ein wirkliches tolles Projekt.

Oh übrigens, für die mutigen unter euch…Wenn ihr nicht mit einem Safari Anbieter kommt, gelangt man einfach mit einem Matatu zu dem Trust. Sie lassen an einem bei dem KSW Central Workshop raus, das ist nur 1km vom Trust entfernt. Von diesem Ort kann man einfach zum Trust laufen, aber lasst auch von den Personal dort einweisen…und nun das aufregende. Man läuft eine Strecke durch den National Park, und ja, in diesem Park gibt es Löwen. Man muss auf den Strassen bleiben, dann sollte nichts passieren…etwas mulmig war mir trotzdem. Aber ich habe keinen Löwen gesehen, zum Glück;)


Liebe Grüsse,
Krisi

Masala Chai

Hallo Zusammen

Ein sehr beliebtes Getränk an der Küste von Kenia, aber auch in Tansania, ist der Masala Chai. Masala Chai bedeutet im Gründe nichts andere als „Mischung Tee“. Mischung – da verschiedene Gewürze zusammen gemischt werden um einen Chai herzustellen.
Traditional stammt der Chai aus Pakistan und Indien, ist mittlerweile aber auf der ganzen Welt bekannt, wenn auch oft mit kleinen Veränderungen.
Ich trinke den keniaschien Masala Chai wirklich sehr gerne, da er eine willkommene Abwechslung ist zudem sonstigen normalen Schwarztee den man hier an jeder Ecke bekommt.
Man kann hier überall Masala Mischungen kaufen, es ist aber auch sehr einfach diese selbst herzustellen.

 Für ca. 6 Tassen  benötigt ihr folgende Zutaten:
  • 3 EL Zimt
  • 1 EL gemahlener Schwarzer Pfeffer / oder auch ganze Pfefferkörner
  • 10 Gewürznelken
  • 1 EL gemahlener Ingwer
Zum Kochen benötigt ihr:
  • Milch / Sojamilch /Mandelmilch o.ä.
  • Wasser
  • Teebeutel Schwarztee
  • Wer mag Zucker
Die Zubereitung ist bedenklich einfach:  
  1. Den Zimt, die Kardamon Samen und Gewürznelken in einen Teebeutel füllen oder einfach lose in Wasser geben. Ich wähle immer letztere Variante. Für eine Tasse nimmt man einen 1 EL. Wer möchte, kann davor auch noch alles mahlen, so dass es nur noch ein feines Pulver ist.
  2. Nun Wasser aufkochen, einen EL bzw. den gefüllten Teebeutel  dazugeben und mindestens 3-5 Minuten kochen lassen. Nun die Milch dazugeben und nocheinmal aufkochen lassen.
  3. Anschliessend die Hitze abstellen und den Schwarztee dazugeben, warten bis alles durchgezogen ist und schon ist der Masala Chai fertig.

Ich persönlich trinke ihn ungesüsst, die Afrikaner geben aber sehr viel Zucker rein…Ich denke das sollte jeder einfach probieren, wie es ihm am besten schmeckt.

Wer die Mischung selber macht, kann die Mengenangaben natürlich variieren, wer Nelken nicht so sehr magt gibt weniger rein und so weiter… ;)

Ich finde übrigens nicht dass der Chai ähnlich schmeckt wie die Chai - Tees in Deutschland oder der Schweiz. Das liegt wahrscheinlich an dem Pfeffer und dem Ingwer, welchen den Tee doch eine unerwartete angenehme schärfe geben.  


 Habt ihr schon einmal Masala Chai getrunken? Seid ihr "Fan" von gewürzten Tee- Variaten?

Liebe Grüsse,
Krisi

Ein Abenteuer für sich...öffentliche Verkehrsmittel in Kenia

Hallo ihr Lieben


Eines der ersten Sachen die ich und mein Freund schnell lernen mussten, ist das es Kenia keine Sicherheitsregeln gibt, wenn es um den öffentlichen Transport geht…

In Kenia, aber ich glaube auch in ganz Afrika, reisst man normalerweise mit einem Matatu oder einen Bus. Matatus sind kleine Busse für ca. 7 Personen. Aber in Wirklichkeit wird ein Matatu mindestens aufs doppelte gefüllt. Wenn du denkst, „okay, jetzt sind wir aber voll“…Falsch, es haben immer noch mehr Personen platzt.
Man muss sich darauf einstellen seinen Platz mit einer oder zwei Personen zu teilen, oder auch das sich eine Person auf dein Schoss. Es werden Fahrgäste auf den Boden sitzen und sich über andere Beine legen…solange man noch einigermassen atmen kann ist alles gut. Ja, dass klingt überspitzt, es ist aber kein Spass, es ist wirklich so.

Ein volles Matatu
 Natürlich sind die Matatus alle über ihre Jahre  hinaus…aber solange sie fahren, werden sie gefahren, egal wie viel kaputt ist. Oft muss ein Matatu auch mal erst angeschoben werden bevor man losfahren kann. Natürlich gibt es kein Gurt zur Sicherheit, man wird hin und her geruckelt und denkt lieber nicht nach was alles passieren kann. Viele Matatus spielen auch lautstark Musik, oft Hip-Hop, manchmal aber auch afrikanische Musik. Ich versuch dann immer meine Ohren irgendwie zu zuhalten und trotzdem nicht zu fest hin- und hergerissen zu werden, bei den meist ziemlich kaputten oder auch gar nicht vorhandenen Strassen….
Das gute ist, man gewöhnt sich daran..und es ist ein Erlebnis;)

Eine andere Möglichkeit in Kenia zu reisen ist einen Bus zu nehmen. Oft muss man sich da aber einen Platz reservieren und die Busse fahren nicht so viele Strecken wie ein Matatu. Vertraut bitte nicht den Internetseiten der „Bus Companies“. Die Bilder sind nie die echten! Die Busse sind ebenfalls sehr alt und nicht selten die Busse die bei uns in Europa abgeschoben wurden, da sie Schrott sind. Traurige Wahrheit! Die Busse haben nur im seltensten Fall einen Gurt, häufig lassen sich Fenster nicht öffnen oder schliessen, Sitze nicht bewegen..aber es gibt einen grossen Vorteil. In der Regel werden die Busse nicht so vollgestopft wie die Matatus. Man hat seinen Sitz alleine, nur der Gang wird gefüllt… 

Natürlich wird ein Matatu und ein Bus nicht nur mit Menschen gestopft…Du hast 10 Hühner? Kein Problem, steck sie zwischen die Füsse der Leute. Eine Ziege? Kein Problem, stelle sie einfach in den Gang. Säcke mit staubiger Kohle? Kein Problem, dann können sich da noch Leute drauf setzen. Gas und Benzin abgefüllt in Flaschen? Klar, stell sie einfach irgendwo hin..wird schon nichts passieren…
Das gute an den öffentlichen Transportmittel ist einfach das sie extrem billig sind. Besonders die Matatuts decken ein riessen Transportnetz in den einzelnen Ländern ab und fahren in die entlegensten Gegenden.

Busbahnhof
Es gibt übrigens keine Bus- oder Matatustationen, ausser End- und Startort. Man stellt sich einfach an die Strasse und wenn ein Matatu oder Bus kommt winkt man. Wenn noch platz ist, halten sie an und nehmen dich mit. Das gleiche, wenn man aussteigen möchte..man sagt es einfach und sie halten.

Nach all dem was ich bisher erlebt habe, bin ich leider nicht mehr überrascht warum die meisten Menschen in Kenia auf der Strasse bei einem Unfall sterben. Um ehrlich zu sein habe ich nie mehr Unfälle in so kurzer Zeit gesehen in der ich hier bin. Oft habe ich ein ungutes Gefühl, wenn ich längere Strecken fahren muss…aber ein anderes Verkehrsmittel wie ein Taxi ist einfach für mich unbezahlbar.

Nun habt aber keine Angst. Wenn ihr einen kurzen Urlaub in Kenia macht und Geld gespart hat, muss man nicht zwingend in ein Matatu oder Bus steigen…Wobei die Busse sicherer sind. In jeder Stadt gibt es genügend Taxis die einen überall hin fahren. Aber der Preis ist überrissen und Weisse die sich mit den Preisen vor Ort nicht auskennen zahlen meist das Dreifache! Häufig sind ja aber auch die Reisen auch schon im Voraus vom dem jeweiligen Reiseanbieter geplant und das sind in der Regel gute Standardbusse, da nicht die öffentlichen verwendet werden….

Wer aber schlussendlich mal ein richtiges Afrika-Feeling möchte, sollte so eine Fahrt mal erlebt haben. Und wenn ihr einen gesamten Matatu eine Freude machen wollt, empfehle ich es noch mehr. Kenianer freuen sich riessig wenn eine weisse Person mitfährt, das ist etwas Besonderes;)

Habt ihr auch schon Fahrten mit solchen „Matatus“ gemacht? In Indien soll es ja ähnlich sein…!?

Liebe Grüsse,
Krisi